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Herzlich Willkommen in der Norderneyer Windmühle.

Wir sind  der richtige Ansprechpartner für die Norderneyer und Gäste unserer Insel.
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Kleine Mühlenkunde

Windmühlen prägen seit Jahrhunderten das Gesicht der ostfriesischen Landschaft sowie des angrenzenden Oldenburger Landes. Als großartige schon von weitem sichtbare Bauwerke konnten sie besonders zahlreich in einer Landschaft entstehen, in der die Naturkraft des Windes überreichlich vorhanden ist. Erfindungsgeist und handwerkliches Können schufen mit ihnen technische Meisterleistungen, um Naturkräfte zu nutzen, die sonst eher vernichtend und zerstörerisch wirken.

In vorgeschichtlicher Zeit musste der Mensch in mühevoller Handarbeit das Getreide zerreiben. Dies geschah mit so genannten Reibemühlen. Sie bestanden aus einem flachen, schweren Stein (Unterlieger) und einem ebenfalls flachen , aber leichteren Reibstein (Oberlieger).

Als nächste Entwicklungsstufe kamen handbetriebene Drehmühlen mit zwei scheibenförmigen Mahlsteinen in Gebrauch. Der Mensch entlastete sich von der schweren körperlichen Arbeit des Mahlsteindrehens, indem er Zugtiere für die Bewegung des Mahlsteins einsetzte. Solche Roßmühlen oder Göpel dienten noch bis in unser Jahrhundert als Kornmühlen, zum Dreschen und zum Häckseln.

Erst in einem langen Entwicklungsprozess gelang es, die von Muskelkraft betriebenen Mühlen zunehmend durch mechanische zu ersetzen, wobei man die natürlichen Energiequellen Wasser und Wind nutzte. Wassermühlen sind wohl die ältesten Maschinen, denen die Kraft des fließenden Wassers als Antrieb dient. Bereits 200 Jahre vor Christi Geburt war diese Mühlenart im Orient bekannt, und der römische Baumeister und Ingenieur Vitruv hat ihr Funktionsprinzip um Christi Geburt in einem Traktat genau beschrieben.

Erste Hinweise auf Wassermühlen in Deutschland stammen aus der Zeit um 370 n. Chr.. Noch bis in unser Jahrhundert hinein waren Mühlen, die mit Wasserkraft arbeiteten, von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Da in Ostfriesland keine stark fließenden Gewässer vorkommen, wurden in diesem Raum nur wenige Wassermühlen gebaut. Eine andere Naturkraft stand allerdings reichlich zur Verfügung: der Wind.

Soweit bekannt ist, datieren die frühesten Windmühlen aus der Zeit von 1100 bis 1200 n. Chr.. In Ostfriesland wird die erste Windmühle in der Nähe von Esens 1424 urkundlich erwähnt.

Die Norderneyer Kornwindmühle wurde 1862 erbaut und bis 1962 betrieben.

Aus Windmühlen in Ostfriesland und Oldenburg, Soltau Verlag Norden, 1983
 

Norderneyer Windmühle "Selden Rüst"
Die Norderneyer Kornwindmühle "Selden Rüst", d.h. "Selten Ruhe" wurde im Jahre 1862 durch den Müllermeister Ihbe Lammers Hellmers aus Ostermarsch im südlichen, noch nicht sturmflutfreien Dünengelände der Insel errichtet und 1895 von dem Müllermeister Eilert Ibben Fleetjer käuflich erworben, 1910 übernahm sie sein Sohn Okko Fleetjer.

 Mit zwei Mahlsteinen ausgestattet, konnten bei gutem Wind in Stärke 5 - 6 aus östlicher Richtung oder südlicher Richtung kommend etwa 5 t Korn je Tag verarbeitet und beste Leistungen erzielt werden.

 Im Sturm im Januar 1951 brach ein Flügel der Windmühle ab und am 24. April brannte die Mühle fast vollständig ab. Der Betrieb wurde mit nur einem Flügelpaar und mit Motorkraft bis 1962 weitergeführt. Mit öffentlichen Mitteln und Spenden aus der Norderneyer Bevölkerung konnte der Heimatverein Norderney e.V. durch den Mühlenbauer Hermann Böök aus Dunum im Jahre 1965 die Mühle in alter Form wieder restaurieren.
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